Voraussetzungen und Höhe der Leistungen

An Demenz erkrankte Menschen, geistig behinderte oder psychisch kranke Menschen (z. B. bei Depression), die pflegebedürftig sind, müssen verstärkt beaufsichtigt werden. Dafür können zusätzliche Betreuungsleistungen beantragt werden. Je nach Betreuungsaufwand sind das 104,00 Euro monatlich (Grundbetrag) beziehungsweise 208,00 Euro monatlich (erhöhter Betrag). Der Anspruch auf diese zusätzlichen Leistungen wird ebenfalls im Rahmen der MDK-Begutachtung ermittelt.

In leichteren Fällen können somit bis zu 1.248,00 Euro pro Jahr für diese Leistungen bezahlt werden, in schwereren bis zu 2.496,00 Euro. Die Kosten für die nötigen Maßnahmen werden nach Vorlage der Rechnungen für die anerkannten Betreuungsangebote von der Pflegekasse erstattet. Allerdings ist der Betrag zweckgebunden, z. B. für bestimmte Betreuungsangebote. Diese Leistung kann auch ohne eine Einordnung in eine Pflegestufe gezahlt werden, wenn der erhöhte Betreuungsbedarf durch den MDK festgestellt wurde (sogenannte Pflegestufe 0).

Die Leistungen können seit dem 1. Januar 2015 von allen Pflegebedürftigen der Pflegestufe I bis III beansprucht werden. Wenn kein erheblicher Betreuungsbedarf besteht, kann die Pflegekasse für die in Anspruch genommenen Leistungen bis zu 104,00 Euro monatlich, bzw. 1.248,00 Euro jährlich für Pflegebedürftige in den Pflegestufe I bis III erstatten.

Reiners - Ihr ambulanter Pflegedienst GbR erfüllt laut Pflegekassen alle Voraussetzungen für ein qualitätsgesichertes Betreuungsangebot nach § 45b Abs. 1 SGB XI.
Wir sind als Anbieter von besonderen Angeboten der allgemeinen Anleitung und Betreuung in die Liste gemäß § 45b Abs. 3 SGB XI eingetragen.

Unser Konzept ist ausgerichtet für Pflegebedürftige zum Erhalt und zur Förderung von verbliebenen Fähigkeiten, zum Erhalt der häuslichen Pflegesituation und zur Entlastung der pflegenden Angehörigen. Unser für die Betreuung eingesetztes Personal verfügt über entsprechende Kenntnisse, wie z. B. ”Grundqualifizierung Gerontopsychiatrische Fachkompetenz“ oder ”Gerontopsychiatrische Grundqualifizierung - Tagesmanager“.

Unter Einbeziehung der Biographie des Patienten werden Betreuungsangebote individuell ausgerichtet. Dabei bilden das Wissen um seine Vorlieben und die Dinge, die er in früherer Zeit gerne getan hat, die Basis für eine zum Wohl des Patienten ausgerichtete Arbeit. Zudem werden seine häusliche Umgebung, seine Gewohnheiten sowie die Art und Weise, wie die pflegenden Angehörigen damit umgehen, berücksichtigt. Dabei orientieren wir uns vornehmlich an den Wünschen und Bedürfnissen des zu Betreuenden.



Was sind zusätzliche Betreuungs- und Entlastungsleistungen?

Über das Budget der zusätzlichen Betreuungsleistungen können u. a. folgende Angebote genutzt werden:

besondere Leistungen der allgemeinen Anleitung
und Betreuung oder seit dem 1. Januar 2015 auch
Angebote der hauswirtschaftlichen Versorgung
von ambulanten Vertragspflegediensten (keine
Leistungen der Grundpflege)

niedrigschwellige Betreuungsleistungen (das sind
Angebote von Leistungserbringern, die eine
spezielle Anerkennung nach dem jeweiligen
Landesrecht haben) und seit dem 1. Januar 2015
auch niedrigschwellige Entlastungsleistungen
durch Leistungserbringer mit einer speziellen
Anerkennung nach Landesrecht (dazu zählen
insbesondere Serviceangebote für
haushaltsnahe Dienstleistungen,
Alltagsbegleiter und Pflegebegleiter)

Unsere Beschäftigungsangebote umfassen u. a.:

Gesellschaftsspiele
Fotoalben ansehen
Musik hören und gemeinsam singen
Teilnahme an Kaffeerunden / Festlichkeiten
Spaziergänge, soziale Kontakte vermitteln und
erhalten
lesen / vorlesen
Im Fernsehen alte Filme anschauen
Handarbeiten
Hauswirtschaftliche Tätigkeiten (z. B. backen,
reinigen der Wohnung)
Besuch öffentlicher Ereignisse
Begleitservicefahrten (z. B. zum Arzt mit dem
hauseigenen Fahrdienst)
individuelle Angebote (z. B. malen, puzzeln,
Kreuzworträtsel lösen)
10-Minuten-Aktivierung
Spiele zur Kommunikation und als
Konzentrationsübung
Leichte Übungen, z. B. sprachlich oder körperlich,
zur Mobilisation
Gespräche (Informationen verwenden, z. B.
Gespräche über die Vergangenheit)


Gut zu wissen

Restbeträge aus dem Budget der zusätzlichen Betreuungsleistungen, die am Ende eines Kalenderjahres noch nicht verbraucht sind, können in das Folgejahr übertragen werden und dann noch bis zum 30. Juni genutzt werden.
Lassen Sie Ihre Leistungen nicht verfallen! Wir vom ambulanten Pflegedienst können Ihnen Auskunft darüber geben, welche Ansprüche konkret verfügbar sind.


Verwendung des Pflegesachleistungsbetrages für niedrigschwellige Betreuungs- und Entlastungsangebote

Seit dem 1. Januar 2015 können Pflegebedürftige der Pflegestufe I bis III und Anspruchsberechtigte in der sogenannten Pflegestufe 0 bis zu 40 % des Pflegesachleistungsbetrages für nach Landesrecht anerkannte niedrigschwellige Betreuungs- und Entlastungsleistungen nutzen, soweit für die entsprechenden Leistungsbeträge keine ambulanten Pflegesachleistungen bezogen wurden.

Unser Tipp: Lassen Sie sich hierzu von der Pflegekasse oder vom Pflegedienst beraten. Dies ist wichtig, um die jeweiligen Auswirkungen auf die Höhe des Pflegegeldes zu kennen.


Vergütung

Unser Vergütungssatz beträgt 25,00 Euro pro Stunde an Werktagen. An Wochenenden und Feiertagen beträgt der Vergütungssatz 30,00 Euro pro Stunde. In diesem Vergütungssatz ist die Wegepauschale bereits enthalten.

Für Fragen stehen wir jederzeit telefonisch zur Verfügung. Oder nutzen Sie einfach das Kontaktformular.